Mit Sonnenkraft zum klimaneutralen Bier: Forschungsprojekt „ReNewBrew“ startet auf Norderney
Das Norderneyer Brauhaus und die HsH entwickeln modulares Gesamtsystem für nachhaltiges Brauen. Bereits heute wird der Brauprozess zu 60 % mit Solarenergie betrieben. Künftig sollen Wärmepumpen, Solarthermie und Speicher das Bierbrauen weitgehend klimaneutral machen.
Ein kühles Bier im Sonnenschein ist für manch einen ein Hochgenuss! Warum dann nicht auch gleich ein von der Sonne gebrautes Bier?
Wie viele andere Unternehmen sehen sich aktuell auch Bierbrauereien mit großen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen u.a. die Kosten für Rohstoffe, Logistik und insbesondere Energie. Unter diesen Bedingungen und dem Anspruch auf höchsten Biergenuss wird auf der Ostfriesischen Insel Norderney gebraut. Bereits jetzt schon wird für den Brauprozess zu 60% Solarenergie genutzt. Aber geht da nicht noch mehr?
Vor diesem Hintergrund startete am 10. März 2026 offiziell das Forschungsprojekt "RenewBrew" in der Privat-Bierbrauerei auf Norderney. Ziel der Forschungsteams ist es, mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit durch die Entwicklung eines modulierenden Gesamtsystems zur Bereitstellung industrieller Prozesswärme einen möglichst hohen Grad an Dekarbonisierung und Klimaneutralität des Bierbrauens zu erreichen. Im Idealfall wird die Klimaneutralität der Energieversorgung erreicht und das Energieversorgungssystem kann als Vorlage für die Brauindustrie genutzt werden.
Das technische System soll dabei auf einer (Hochtemperatur-)Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage, konzentrierender Solarthermie und thermischen Speichern basieren.
Projektbeteiligte sind neben Tobias Pape von der NB Brauerei GmbH&Co.KG und Wolfgang Jaske von der Jaske & Wolf Verfahrenstechnik GmbH , die Hochschule Hannover vertreten durch Prof. Dr. Lutz Meyer, Prof. Dr. Ulrich Lüdersen und Prof. Dr. Katharina Jansen der Fakultät II sowie Prof. Dr. Nadja Kiehne der Fakultät IV. Ebenso wirken die wissenschaftlichen Mitarbeiter Sven Andres, Simon Kohrs und Torben Salm an dem Projekt mit.
Gefördert wird das Projekt von dem BMFTR mit dem VDI Technologiezentrum als Projektträger.