Preiträgerinnen Genderpreis

Der HsH-Genderpreis 2026: Auszeichnungen für herausragende Abschlussarbeiten

Am 10. Juni 2026 wurde im Rahmen des Tags der Lehre erneut der Genderpreis der Hochschule Hannover verliehen. Die Auszeichnung wird als Kooperation der Projekte GenderNetz und HannoTalents in enger Abstimmung mit dem Lehrpreis vergeben. Im Fokus stehen herausragende Bachelor- und Masterarbeiten, die Gender- und Diversity-Aspekte in besonderer Weise in ihre wissenschaftliche Arbeit integrieren.

Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung erhielten alle drei Finalistinnen eine Urkunde; die Erstplatzierte wurde zudem mit einem Pokal geehrt.

Die diesjährigen Preisträgerinnen:

  • 1. Platz: Tabea Heselmann (Fakultät V, Abteilung Heilpädagogik) Text: In ihrer Arbeit „Autismus-Spektrum und Geschlecht. Weiblich aber nicht ‚typisch autistisch‘? – Einfluss von Geschlecht auf die Wahrnehmung und Diagnosestellung des Autismus-Spektrums“ analysiert sie, wie geschlechtsspezifische Stereotype die Diagnostik im Autismus-Spektrum verzerren, und liefert damit wichtige Impulse für eine geschlechtergerechte therapeutische Praxis. Prüfende: Prof. Dr. Dorothee Meyer, Prof. Dr. Ulrike Ernst
  • 2. Platz: Hannah Antonia Diederich (Fakultät III, Information, Kommunikation und Design) Text: Ihre Arbeit „Von Haltung zu Zurückhaltung? Eine quantitative Analyse der DEI-Kommunikation US-amerikanischer Unternehmen im Spannungsfeld politischer Machtwechsel in den USA“ untersucht die strategische Kommunikation im Bereich Diversity, Equity und Inclusion (DEI) unter veränderten politischen Rahmenbedingungen. Prüfende: Prof. Dr. Johannes Berendt, Prof. Dr. Annika Schach
  • 3. Platz: Louise Kahlmeier (Fakultät V, Abteilung Soziale Arbeit) Text: Unter dem Titel „Die Rolle der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld von Regulierung und körperlicher Selbstbestimmung am Beispiel der Schwangerschaftskonfliktberatung“ setzte sie sich wissenschaftlich mit den rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des § 219a StGB auseinander. Prüfende: Prof. Dr. Anke Neuber, Prof. Dr. Wolfram Stender

Ausblick: Vortragsreihe und Publikation

Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse dieser prämierten Arbeiten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, planen das GenderNetz und HannoTalents eine gemeinsame Vortragsreihe. Weitere Details zu Terminen, Ablauf und Veranstaltungsort werden zeitnah bekannt gegeben.

Darüber hinaus unterstützt das GenderNetz alle nominierten Studierenden aktiv dabei, ihre Arbeiten Open Access über den schulinternen Publikationsserver SerWisS zu veröffentlichen.

Genderpreis 2025 - Rückblick

©Hochschule Hannover
Unter der Leitung von Simon Kux wurde die Preis-Trophäe von Studierenden des Studiengangs Produktdesign der Hochschule Hannover entworfen.
© Hochschule Hannover
Preisträgerin Alenka Jepsen (B.A. Journalismus)
© Hochschule Hannover
v.l.n.r. Prof. Hans-Jörg Kapp (GenderNetz), Trinh Nguyen-Bollig (Hanno Talents), Preisträgerin Alenka Jepsen, Viezepräsidentin Prof. Dr. Annika Schach, Ulrike Tiefringer (GenderNetz)

Am 04.06.2025 verliehen das GenderNetz und HannoTalents gemeinsam und erstmals der Genderpreis für studentische Abschlussarbeiten an der HsH. Die Jury bestimmte aus den elf eingereichten Nominierungen drei Finalist*innen und die Gewinner*in. 
Die feierliche Vergabe fand im Rahmen des Tags der Lehre statt. Vizepräsidentin Prof. Dr. Annika Schach überreichte Urkunde und Award, welcher vom Studiengang Produktdesign hergestellt wurde. Prof. Wilfried Köpke hielt die Laudatio für die Gewinnerin Alenka Jepsen (B.A. Journalismus, Fakultät 3) mit Ihrer Abschlussarbeit über die Darstellung von Femiziden in deutschen True-Crime Podcasts. Die Fakultät der Gewinnerin erhält ein Preisgeld in Höhe von 1000€. Dieses ist zweckgebunden und kann z. B. für Gleichstellungsmaßnahmen oder die Beschäftigung einer Studentischen Hilfskraft eingesetzt werden. 
Die Jury sieht einen klaren zweiten Platz für Torben Heymann aus der Fakultät 5, Abt. Religionspädagogik und Diakonie, mit seiner Bachelorarbeit zu „Substanzmittelkonsum und Männlichkeit - Herausforderungen für eine gendersensible Suchthilfe“. Der geteilte dritte Platz geht an zwei Arbeiten aus der Fakultät 3: Laura Minkus mit ihrer Bachelorarbeit  „Let’s talk queer. Entwicklung eines Kreativkonzepts für ein Conversation Pack zur Stärkung von LGBTQIA+ Beziehungen.“ aus dem Studiengang Integrated Media and Communication und an Maria Christler und Chiara Petz mit ihrer gemeinsamen Bachelorarbeit „sicht*bar. Wie queerfeministisches Design zu einer inklusiven Gesellschaft beitragen kann.“ aus dem Studiengangs Innenarchitektur. 
 
Wir bedanken uns für alle Nominierungen und gratulieren den Finalist*innen und der Gewinnerin ganz herzlich zu ihren hervorragenden Abschlussarbeiten! 

 

Sie finden nun alle Materialien der Sessions und Fotos vom Tag der Lehre 2025 hier bei Moodle.