Die Bild-Text-Arbeit befasst sich mit der massiven Ausbreitung von Ulva-Grünalgen in der Bretagne seit den 1980er Jahren. Sobald die Grünalgen am Strand verrotten, bildet sich das giftige Schwefelwasserstoffgas H₂S, das Ökosysteme ersticken lässt und eine Gefährdung für die öffentliche Gesundheit darstellt. In der Vergangenheit kam es zu einzelnen menschlichen Todesfällen.
Über die reine Dokumentation hinausgehend werden Orte gezeigt, die im direkten Zusammenhang mit der Algenplage stehen und vergangene Ereignisse schildern. Um die Toxizität der Landschaften zu verdeutlichen, hat Emilie Herbst die Fotoabzüge mit dem verschmutzten Meereswasser und den Algen reagieren lassen. Die Textebene besteht aus Ausschnitten von Pressemitteilungen, Medienbeiträgen, selbst durchgeführten Interviews und Tagebuchnotizen.
Die Arbeit verdeutlicht das Spannungsverhältnis zwischen seltsamen Naturphänomenen, wirtschaftlichen Interessen und staatlicher Kontrolle. Sie kann als Kommentar gelesen werden.