Untersuchung der Aufbereitung und Nutzbarmachung von Spargelsekundärprodukten für biobasierte Extrusionshalbzeuge (und zur Reduzierung des Sticksoffeintrags in die Umwelt) (Akronym: SpaPlast)
Projektbeschreibung
Bei der industriellen Aufbereitung von Spargel fallen große Mengen an Spargelschalen an. Üblicherweise werden diese Schalen wieder auf dem Feld ausgebracht, um sie kostengünstig zu entsorgen und als zusätzlichen Dünger zu nutzen. Dadurch entstehen jedoch verschiedene Herausforderungen: Erstens kann der Stickstoffgehalt in den ausgebrachten Spargelschalen nicht definiert werden, was zu einer zusätzlichen – evtl. unnötigen - Düngung und somit ggf. zur Eutrophierung führen kann. Zweitens können so zwar höhere Entsorgungskosten vermieden werden, es ist jedoch kein gewinnbringender Zusatznutzen mehr erzielbar. Das Projekt SpaPlast setzt genau hier an. Es untersucht, inwieweit Spargelschalen als Füllstoffe für Bioverbundwerkstoffe dienen können. Im Vordergrund steht dabei vor allem, die technischen Voraussetzungen für die Verwendung biogener Reststoffe zu schaffen. Die Spargelschalen werden dafür zunächst technisch aufbereitet, um dann mittels Extrusion und Spritzgießtechnik verarbeitet sowie anschließend hinsichtlich ihrer Eigenschaften charakterisiert zu werden. Zudem werden sie auf ihre Marktfähigkeit hin untersucht. Begleitend ist eine Nachhaltigkeitsabschätzung vorgesehen, die bewerten soll, inwieweit die Reduzierung des Stickstoffeintrages landwirtschaftliche Böden und das Grundwasser positiv beeinflussen kann. Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zu einer kreislauforientierten, nachhaltigen Bioökonomie für anwendungsbezogene Produktentwicklung zu leisten.
Kurzübersicht
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Laufzeit
26.01.2022 - 30.06.2023
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Fakultäten
Fak. II Bioverfahrenstechnik
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Weitere Forschende
Marco Neudecker
Dr. Lisa Mundzeck -
Drittmittelgeber
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (96.300,00 €)